Stimme zur Stille – über mich
Schon als Kind habe ich geschrieben – Geschichten, Gedichte, Theaterstücke. Und ich habe gesungen, lange bevor ich wusste, dass man das auch ‚beruflich‘ machen kann. Mit der Zeit wurde mir klar: Stimme ist mein Weg.
Heute bin ich ausgebildete Sprecherin, gelernte Sängerin und freie Rednerin – und vor allem bin ich ein Mensch, der zuhört. Jemand, der auch zwischen den Zeilen liest, spürt, was vielleicht unausgesprochen bleibt und der die richtigen Worte findet, wenn sie anderen fehlen – sorgfältig und behutsam, gerade wenn nicht alles gesagt werden soll.
Als Trauerrednerin und Sängerin kann ich heute all das miteinander verbinden, was schon lange zu mir gehört: die Liebe zur Sprache, mein feines Gespür für Menschen, meine Stimme – und meine eigene Geschichte mit all ihren Tiefen, Brüchen und Wendepunkten.
Dass ich einmal Trauerrednerin werden würde, wusste ich lange nicht. Bei Trauerfeiern habe ich immer wieder erlebt, wie sehr eine Rede an dem Menschen vorbeigehen kann, den man gerade verabschiedet. Irgendwann entstand daraus der Wunsch, selbst Abschiede zu gestalten, bei denen der Mensch und seine Geschichte im Mittelpunkt stehen. Das Handwerk dafür habe ich bei Katharina Ziegler (Lebenswert Reden & Akademie) gelernt.
Ich weiß, wie dunkel das Leben werden kann. Erfahrungen mit seelischem Leid und erkämpften Neuanfängen haben mich gelehrt, wie wertvoll ein Moment ist, in dem man sich gesehen, verstanden und getragen fühlt. Aus tiefem Schmerz wuchs Vertrauen – und die Gewissheit, dass Gott selbst aus Dunkelheit Neues entstehen lässt.
Ein Abschied ist kein leichter Anlass – aber er kann würdevoll, berührend und tröstlich sein. Ich begegne Menschen mit Wärme, Einfühlungsvermögen und einem offenen Herzen – in der Trauer ebenso wie im Leben. Worte und Musik sind dabei mein Ausdruck – ehrlich, bewegend und so, dass der Mensch spürbar wird, um den es geht.